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Budgetverschiebung bei Leibniz-Gemeinschaft schafft Gewinner und Verlierer

1-11-2010 12:21:00

  • (BIOCOM, 01.11.2010 12:21) Die Leibniz-Institute können für 2011 mit mehr Geld rechnen: Das absolute Budget steigt allerdings nur leicht um 6 Mio. auf 930 Mio. Euro. Weil sich die Zusammensetzung der Gemeinschaft ändert, bekommen die einzelnen Mitglieder trotzdem einen größeren Etat als vorher. Nur damit wird die von der öffentlichen Hand mit dem Pakt für Forschung und Innovation eingegangene Selbstverpflichtung eingehalten, die staatlichen Zuschüsse jährlich um mindestens fünf Prozent zu steigern.

 

Budgetverschiebung bei Leibniz-Gemeinschaft schafft Gewinner und Verlierer

(BIOCOM, 01.11.2010 12:21) Die Leibniz-Institute können für 2011 mit mehr Geld rechnen: Das absolute Budget steigt allerdings nur leicht um 6 Mio. auf 930 Mio. Euro. Weil sich die Zusammensetzung der Gemeinschaft ändert, bekommen die einzelnen Mitglieder trotzdem einen größeren Etat als vorher. Nur damit wird die von der öffentlichen Hand mit dem Pakt für Forschung und Innovation eingegangene Selbstverpflichtung eingehalten, die staatlichen Zuschüsse jährlich um mindestens fünf Prozent zu steigern.

Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz legte die Budgets auf ihrer Sitzung am 25. Oktober fest. Die Konferenz ist eine gemeinsame Einrichtung von Bund und Ländern, sie entscheidet unter anderem über die öffentlichen Forschungszuwendungen. Von den vorgesehenen 930 Mio. Euro entfallen 866 Mio. Euro auf die Kernhaushalte, mit denen die Institute einen Großteil ihrer Ausgaben bestreiten, beispielsweise für Personal und Sachmittel. Weitere 64 Mio. Euro wurden für große Baumaßnahmen reserviert.
Ab dem kommenden Jahr profitieren erstmals auch die jüngsten Mitglieder der Leibniz-Familie von der gemeinsamen Förderung: Dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und dem Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf wurde aus dem Gesamtpaket eine Zuwendung von insgesamt 8 Mio. Euro zugebilligt. Die Mittel wurden frei, weil mit dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf ein Institut aus dem Verbund ausscheidet. Die Großforschungseinrichtung, welche bisher eine Grundförderung von mehr als 60 Mio. Euro im Jahr erhielt, wechselt in die Helmholtz-Gemeinschaft. Schlechte Nachrichten gab es für das nun möglicherweise vor dem Aus stehenden Institut für Arterioskleroseforschung in Münster. Eine externe wissenschaftliche Evaluation zeigte, dass trotz guter wissenschaftlicher Leistungen im Einzelnen, die Anforderungen einer exzellenten Forschung mit überregionaler Bedeutung nicht mehr erfüllt wurden. Daher wird es mit Ablauf des Jahres 2011 keine Finanzmittel aus der gemeinsamen Förderung erhalten und aus der Leibniz-Gemeinschaft ausgeschlossen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) ist die Nachfolgeorganisation der früheren Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Sie wurde im Zuge der Föderalismusreform gegründet und hat am 1. Januar 2008 ihre Arbeit aufgenommen. Mit ihr koordinieren die Bundesministerien für Forschung und Finanzen sowie die jeweils zuständigen Ministerien der Länder ihre Forschungsförderung. Am 25. Oktober bestellte die Einrichtung den bisherigen Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, Dr. Hans-Gerhard Husung, zu ihrem neuen Generalsekretär. Er wird seine Arbeit im Februar 2011 aufnehmen.

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News, articles & conferences

EurotransBio: Neue Förderrunde gestartet

(BIOCOM, 01.11.2010 12:26) Junge Biotech-Unternehmen können sich wieder gemeinsam mit europäischen Partnern um eine Förderung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch die Initiative EurotransBio bewerben. Nach den erfolgreichen fünf Vorgängerrunden wurde am 1. Oktober die sechste Ausschreibungsrunde gestartet. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) diesmal bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Cynobakterien schützen sich mit Protein vor zu viel Sonne

(BIOCOM, 01.11.2010 12:26) Mit einer Extra-Kopie eines Photosynthese-Proteins schützen sich Cyanobakterien vor zuviel Sonnenlicht. Das haben Biochemiker von der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden. Wie die Forscher um Marc Nowaczyk im Journal of Biological Chemistry (2010, Bd. 285, S.29851) schreiben, tauschen die Mikroben bei einem Zuviel an Licht eines der Schlüsselproteine der Photosynthese gegen eine Stress-Kopie aus, um ihren Photosyntheseapparat zu schonen.

Koalition will Präimplantationsdiagnostik vorerst aussetzen

(BIOCOM, 01.11.2010 12:25) Die Koalitionsparteien CDU/CSU und FDP suchen nach einer Lösung im Grundsatzstreit zur Gendiagnostik an Embryonen. Laut Medienberichten wird in beiden Parteien ein zweijähriges Moratorium erwogen. Während des befristeten Verbots soll dann eine endgültige gesetzliche Regelung gefunden werden. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sind die Frontverläufe schnell abgesteckt worden: Die FDP plädiert für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in einem engen gesetzlichen Rahmen. "Für die FDP kann ich ein striktes Verbot der PID ausschließen", sagte der Generalsekretär der Liberalen, Christian Lindner, dem Handelsblatt.

Intercell präsentiert gute Phase-II-Daten für Pseudomonas-Impfstoff

(BIOCOM, 01.11.2010 12:24) Die österreichische Intercell AG konnte eine Phase II-Studie mit dem Impfstoffkandidaten IC43 erfolgreich abschließen. Die jetzt veröffentlichten Daten zeigen, dass der gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa gerichtete Impfstoff in bestimmten Patientengruppen zu einer verringerten Sterblichkeit führte, auch wenn die Zahl der Infektionen nicht gesenkt werden konnte. Alle Impfgruppen zeigten nach der zweiten Impfinjektion eine robuste Immunantwort, im Serum der Patienten konnten ausreichende Mengen entsprechender funktionaler Antikörper nachgewiesen werden. Die

Clazosentan erfüllt Erwartungen bei Actelion nicht

(BIOCOM, 01.11.2010 12:23) Actelion Pharmaceuticals Ltd. hat offenbar das Vertrauen in den Endothelinrezeptor-Antagonisten Clazosentan verloren. Wie das schweizerische Unternehmen bekanntgab, werde es keine weiteren Patienten für seine CONSCIOUS-3-Studie rekrutieren. Das wurde nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses der Studie beschlossen, nachdem die vergleichbare Phase III-Studie CONSCIOUS-2 ihren primären Endpunkt verfehlt hatte. Für die nun geschlossene Studie waren bisher schon 600 der geplanten 1500 Patienten rekrutiert worden. Von ihnen will Actelion weiterhin Daten sammeln.

Evotec findet chinesischen Entwicklungspartner für Schlafmittel EVT201

(BIOCOM, 01.11.2010 12:23) Seit 2008 sucht die Evotec AG einen Entwicklungspartner für das Schlafmittel EVT201, nun hat das chinesische Pharmaunternehmen Jingxin Pharma angebissen. Wie die Hamburger Wirkstoffentwickler am 28. Oktober meldeten, wird der neue Partner aus der Provinz Zhejiang den Wirkstoffkandidaten alleinverantwortlich in die dritte klinische Phase bringen. Bei einer eventuellen Zulassung kann Jingxin Pharma EVT201 dann exklusiv auf dem chinesischen Markt vertreiben. Evotec erhält im Gegenzug eine "geringfügige Vorabzahlung", wie es in der Mitteilung heißt, zusammen mit kommerziellen Meilensteinen und Umsatzbeteiligungen.

Sygnis schrumpft und verliert Mitarbeiter und Vorstand

(BIOCOM, 01.11.2010 12:22) Die Sygnis AG wird sich in den kommenden Monaten von der Hälfte ihrer Mitarbeiter und ihrem Vorstandsvorsitzenden trennen. Wie das biopharmazeutische Unternehmen mit Sitz in Heidelberg am 28. Oktober meldete, wird Alfred Bach sein Mandat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat bis zum Jahresende niederlegen. Finanzvorstand Peter Willinger und Medizinvorstand Frank Rathgeb bilden künftig eine Doppelspitze. Gleichzeitig kündigte Sygnis eine in der Unternehmensgeschichte beispiellose Hungerkur an. So soll die Mitarbeiterzahl von derzeit 51 auf 32 verringert werden.

Budgetverschiebung bei Leibniz-Gemeinschaft schafft Gewinner und Verlierer

(BIOCOM, 01.11.2010 12:21) Die Leibniz-Institute können für 2011 mit mehr Geld rechnen: Das absolute Budget steigt allerdings nur leicht um 6 Mio. auf 930 Mio. Euro. Weil sich die Zusammensetzung der Gemeinschaft ändert, bekommen die einzelnen Mitglieder trotzdem einen größeren Etat als vorher. Nur damit wird die von der öffentlichen Hand mit dem Pakt für Forschung und Innovation eingegangene Selbstverpflichtung eingehalten, die staatlichen Zuschüsse jährlich um mindestens fünf Prozent zu steigern.

Pfizer drängt in den Insulinmarkt

(BIOCOM, 20.10.2010 13:25) Gemeinsam wollen die indische Biocon Ltd. und der US-Pharmariese Pfizer Inc. den Insulinmarkt aufrollen. In einem weitreichenden Lizenzabkommen haben die beiden Unternehmen die Vermarktung von Biocons Insulin und Insulinanaloga geregelt. Pfizer sichert sich mit dem Deal die weltweiten exklusiven Vertriebsrechte mit Ausnahme einiger Schwellenländer.

Stammzellunternehmen XCell unter ernstem Verdacht

(BIOCOM, 20.10.2010 13:24) Nach dem Tod eines Kleinkindes ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen das dort ansässige XCell-Center. Die Krankenakte ist beschlagnahmt, bestätigt der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa gegenüber der Wirtschaftswoche.

Übernahmegerüchte kurbeln Actelion-Aktienkurs an

(BIOCOM, 20.10.2010 13:23) Spekulationen um die Übernahme des größten unabhängigen europäischen Biotech-Unternehmens Actelion Pharmaceuticals Ltd. verleihen der Aktie neuen Schwung.

Kooperation zwischen Qiagen und Abbott

(BIOCOM, 20.10.2010 13:22) Das größte deutsche Biotechnologieunternehmen Qiagen tauscht mit dem nordamerikanischen Pharmaunternehmen Abbott Laboratories künftig Biomarker-Kits aus.

Europäische Impfstoffallianz erweitert ihre Grenzen

(BIOCOM, 20.10.2010 13:22) Die Impfstoff-Forschung in der EU soll stärker zusammenwachsen: Erste Schritte in diese Richtung unternimmt das Transvac-Netzwerk.

Rege Beteiligung am zweiten Weltgesundheitsgipfel in Berlin

(BIOCOM, 20.10.2010 13:21) Bei der zweiten Auflage des Weltgesundheitsgipfels in Berlin kamen mehr als 1200 Akteure aus akademischer Medizin, Wirtschaft und Politik zusammen, um über drängende Fragen der Gesundheitspolitik zu diskutieren.

Meilenstein in der Gentherapie

(BIOCOM, 20.10.2010 13:20) Dank Biotechnologen um Klaus Cichutek und Christian Buchholz vom Paul-Ehrlich-Institut findet die Gentherapie zurück in die Erfolgsspur: Ihnen ist es erstmals gelungen, nichtinfektiöse Viren zu konstruieren, mit denen gezielt Gene in ausgewählte Zelltypen übertragen werden können. Die Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse in der aktuellen Online-Ausgabe der Zeitschrift Nature Methods vor.

Nano-Vehikel aus der Natur

(BIOCOM, 20.10.2010 13:19) Wie die Pflanze den Zucker aus den Blättern effizient verteilt, haben Pflanzenforscher der Universität Würzburg herausgefunden. Wichtig für die Verteilung des Zuckers in der Pflanze ist ein zentrales Molekül, der so genannte Saccharose-Transporter. Er sitzt in den Zellmembranen der Leitbahnen und verbringt wahre Höchstleistungen. Dietmar Geiger von der Universität Würzburg hat sie gemessen und bezeichnet den Transporter nun als nahezu reibungslos funktionierende Nano-Maschine.

MorphoSys kauft Sloning Biotechnology

(BIOCOM, 10.10.2010 11:48) MorphoSys hat den lange angekündigten Zukauf wahrgemacht. 19 Mio. Euro ist dem Biotechnologie-Unternehmen in Martinsried der Kauf der Sloning Biotechnology GmbH wert. Die Technologie der in Puchheim bei München beheimateten Firma soll zunächst dazu dienen, MorphoSys' HuCAL-Antikörper zu optimieren. "Wir erwarten, die Zeit zur Generierung eines Antikörper-Wirkstoffkandidaten um ein Drittel verkürzen zu können", sagt Marlies Sproll, Forschungsvorstand von MorphoSys. Zudem werde die Erfolgswahrscheinlichkeit präklinischer Kandidaten erhöht. "Der Anteil der Programme, welche die klinische Entwicklung erreichen, könnte auf 50% erhöht werden", so Sproll weiter. Das MorphoSys-Team weiß, wovon es spricht. Beide Unternehmen haben in der Vergangenheit bereits Pilotprojekte gemeinsam durchgeführt.

Wirkung der CureVacs mRNA-Vakzine übertrifft Erwartungen

(BIOCOM, 10.10.2010 11:47) Die jüngsten Studienergebnisse der CureVac GmbH untermauern erneut das Konzept therapeutischer Vakzine. Schritt für Schritt scheint diese Medikamentenklasse ihr Image als Milliardengrab abzulegen.

Optische Reize für das Herz

(BIOCOM, 10.10.2010 11:46) Genetiker der Universität Bonn haben Herzmuskelzellen so verändert, dass sie sich durch Licht steuern lassen.

Weitere Forschungsallianzen der Evotec AG

(BIOCOM, 10.10.2010 11:46) Die Evotec AG hat mit dem japanischen Pharmaunternehmen Shionogi & Co Ltd eine mehrjährige Wirkstoffforschungs-Allianz vereinbart.