30-6-2010 15:17:00
(BIOCOM, 30.06.2010 15:17) Der Münsteraner Stammzellforscher Hans Schöler hat erhebliche Zweifel an der Existenz von pluripotenten Stammzellen in Hoden angemeldet und damit einen hitzigen Streit mit dem Tübinger Forscher Thomas Skutella angefacht.
In dem Wissenschaftlerstreit geht es um eine Veröffentlichung aus dem Jahre 2008, die unter Stammzellforschern für viel Aufmerksamkeit sorgte: Darin beschreibt Thomas Skutella vom Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin (ZRM) an der Tübinger Universität, wie sein Forscherteam aus dem Hodengewebe von Patienten Alleskönner-Zellen gezüchtet habe, also pluripotente Stammzellen, die sich in alle 200 Gewebe des Körpers entwickeln können. Damit schienen die Tübinger eine alternative Methode zur Stammzellgewinnung gefunden zu haben, ohne dafür Embryos töten zu müssen.Doch einige deutsche Forscher bezweifeln nun offensiv, dass die Tübinger Zellen aus dem Hoden tatsächlich pluripotent sind. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin (MPI) in Münster hat zusammen mit Martin Zenke vom Institut für Biomedizinische Technologien an der RWTH Aachen eine Kritik in Nature (24. Juni 2010. Bd. 465. S. E1) veröffentlicht.
Darin ziehen die Forscher aus eigenen Genaktivitäts-Analysen bei Hodenzellen den Schluss, das es sich bei den Tübinger Zellen offenbar nicht wie seinerzeit präsentiert um Stammzellen sondern vielmehr um simple Bindegewebszellen (Fibroblasten) handele. Desweiteren wirft Schöler Skutella vor, sich nicht an gängige Forschungsstandards zu halten. Denn keine andere Forschergruppe habe bisher die vermeintlichen Alleskönnerzellen aus Tübingen selbst in Augenschein nehmen können, wie es sich für derart hochrangige Veröffentlichungen gehöre. Skutella hatte bereits 2009 zu diesem Missstand eine Ergänzung seiner Arbeit veröffentlicht. Darin begründet er, die Einverständniserklärungen der Patienten erlaubten nicht, die Zellen weiterzugeben. Dem Tagesspiegel sagte er jedoch ,in einigen Monaten Zellen an Forscherkollegen liefern zu wollen. In seiner Antwort auf die aktuelle Kritik in Nature schreibt der Tübinger Anatomieprofessor (24. Juni 2010, Bd. 465, S. E3), die Genaktivitätsanalysen der Münsteraner eigneten sich nicht für einen aussagekräftigen Vergleich und gäben daher ein verzerrtes Ergebnis wider. Skutella betonte zudem, bevorstehende Veröffentlichungen über Experimente an hochwertigerem Zellmaterial sollten die vorherrschende Skepsis gegenüber den Hodenstammzellen ausräumen.

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(BIOCOM, 01.09.2010 14:54) Ein internationales Forscherteam um den Frankfurter Anatom Erik Maronde hat einen Zusammenhang zwischen Genen der inneren Uhr und der Regulation der Knochendichte entdeckt.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:32) Mit 16 Millionen Euro fördert das Land Hessen den Aufbau eines neuen LOEWE-Zentrums zur Zell- und Gentherapieforschung in Frankfurt. Das Zentrum hat den Charakter eines Forschungsverbunds, an dem die Frankfurter Goethe-Universität, das Georg-Speyer-Haus Frankfurt, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (Bad Nauheim) und das Paul-Ehrlich-Institut (Langen) beteiligt sind. Federführend an dem nun bewilligten Antrag beteiligt waren der Herzmediziner Andreas Zeiher und der Onkologe Hubert Serve.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Das US-Biotechnologieunternehmen Genzyme wehrt sich weiterhin gegen eine Übernahme durch den französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis. Es liegt ein Angebot über 18,5 Milliarden Dollar auf dem Tisch, das der Genzyme-Verwaltungsrat jetzt einstimmig ablehnte. Der Betrag sei zu niedrig, schrieb Genzyme-Chef Henri Termeer am Montag in einem offenen Brief an seinen Sanofi-Kollegen Chris Viehbacher.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Roche übernimmt das auf Krebsdiagnostik spezialisierte amerikanische Unternehmen BioImagene. Die Roche-Tochtergesellschaft Ventana Medical Systems zahlt für das im Privatbesitz befindliche Unternehmen insgesamt rund 100 Mio. US-Dollar, teilte das Baseler Pharmaunternehmen am Montag mit.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Nachbarn helfen sich aus. Die Basilea Pharmaceutica AG hat die ebenfalls unweit von Basel beheimatete Actelion Pharmaceuticals mit dem Vertrieb ihres bisher einzigen Produkts in Kanada beauftragt. Das meldete Basilea am 27. August.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Die Lonza Group AG kauft den Virus-Impfstoffexperten Vivante GMP Solutions. Einen Kaufpreis für den US-amerikanischen Auftragshersteller mit Hauptsitz im texanischen Houston nannte Lonza in der Mitteilung vom 29. August nicht.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:25) Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat sich gegen den Plan der Bundesregierung ausgesprochen, Arzneimittel auf Basis bereits bekannter Wirkstoffe grundsätzlich als nicht innovativ zu betrachten und sie deshalb nur im Rahmen des Festbetragssystems zu erstatten.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:25) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit einer neuen Förderrunde weitere Forschungsprojekte im Kompetenznetzwerk Adipositas unterstützen. Das krankheitsbezogene Netzwerk besteht seit 2008 und bündelt die Kompetenzen zur Erforschung und Therapie der Fettleibigkeit in Deutschland. Forschungsprojekte innerhalb des Kompetenznetzes betreffen alle Teile der Wertschöpfungskette, von der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Studien und der Versorgungsforschung.
The fifth World Congress Preventative and Regenerative Medicine, which will be hosted at the Hanover Fair Ground will focus on the latest developments in preventative and regenerative medicine.
Nach Stationen in Leipzig und Bangkok wird der 5. Weltkongress für präventive und regenerative Medizin (WCRM) erstmals im Rahmen der BIOTECHNICA ausgerichtet.
"Molecular Diagnostics Europe" - BIOTECHNICA is broadening its portfolio to include a new conference and special display on molecular diagnostics.
"Molecular Diagnostics Europe" - Die BIOTECHNICA erweitert ihr Portfolio und bietet eine neue Konferenz und Sonderausstellung zum Thema Molekulare Diagnostik an.
The names of the finalists in this year‘s EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD have been announced.
Die Finalisten für den diesjährigen EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD stehen fest.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:27) Würzburger Forscher haben eine neue Fluoreszenz-Mikroskopiertechnik entwickelt, mit der sich einzelne Moleküle in lebenden Zellen in Superauflösung sichtbar machen lassen. Die Technik fußt auf optisch an- und abschaltbaren Fluoreszenz-Farbstoffen. Die Forscher um Markus Sauer vom Biozentrum der Universität Würzburg berichten im Fachjournal Nature Methods (8. August 2010, Online-Vorabveröffentlichung) über ihr neuartiges Verfahren.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:26) Das Geschäft mit Enzymen läuft für die dänische Novozymes offenbar glänzend. Der skandinavische Weltmarktführer in der industriellen Biotechnologie steigerte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz auf 664 Mio. Euro. Das sind rund 15% mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn wuchs sogar um 38% auf 147 Mio. Euro. Das Management hob daraufhin auch die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an und rechnet jetzt wieder mit ähnlichen zweistelligen Wachstumsraten wie vor der Krise.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:25) Novartis hat die Rechte an einem p53-Inhibitor vom US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Quark übernommen. Aus deutscher Sicht interessant ist der Deal, weil das siRNA-Molekül QPI-1002 noch aus der Zusammenarbeit von Quark mit der Berliner Silence Therapeutics stammt. Die Früchte dieser Zusammenarbeit, die 2004 beendet wurde, reifen nun heran. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis zahlt insgesamt bis zu 680 Millionen US-Dollar für das siRNA-Medikament, 10 Millionen Dollar werden sofort fällig.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Leipziger Forscher haben erstmals die komplette dreidimensionale Struktur eines Hauttumors virtuell rekonstruiert. Durch die Visualisierung des Basalzellkarzinoms soll die Analyse und die Behandlung dieses Hautkrebses verbessert werden. Die Informatiker um Patrick Scheibe vom Translationszentrum für Regenerative Medizin Leipzig berichten im Fachblatt Experimental Dermatology (2010, Bd. 19, S. 689).
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Ein Bundesgericht hat in den USA die Anpflanzung von genetisch veränderten Zuckerrüben des amerikanischen Biotechnologiekonzerns Monsanto verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bei der Genehmigung der Sorte die Folgen für die Umwelt nicht ausreichend geprüft, sagte Richter Jeffrey White zur Begründung des Urteils am 13. August. Die Entscheidung verbietet Bauern, nächstes Jahr die Rübensorte anzupflanzen. Bereits angebaute Pflanzen seien nicht betroffen.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:23) Das erste Halbjahr 2010 ist für die Evotec AG sehr gut gelaufen. Dank eines erfolgreichen Geschäftes in der Auftragsforschung war das Hamburger Biotech-Unternehmen in den ersten sechs Monaten profitabel und erwirtschaftete mit 300.000 Euro sogar einen kleinen Gewinn. Grund dafür sind hohe Prämienzahlungen der Partner Genentech und Boehringer Ingelheim, die den Umsatz um 33% nach oben trieben.