30-6-2010 15:16:00
(BIOCOM, 30.06.2010 15:16) Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am 23. Juni die mündliche Verhandlung zum Gentechnikgesetz begonnen. Die Karlsruher Richter verhandeln über eine Normenkontrollklage der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die mehrere strengen Auflagen des Gesetzes zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft für verfassungswidrig hält.
Die Kläger stoßen sich besonders an dem Grundsatz, dass Landwirte dafür haften sollen, wenn etwa gentechnisch veränderter (gv) Mais in Felder mit herkömmlich gezüchteten Nutzpflanzen gelangt. Nach Auffassung des Bevollmächtigten der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, Marcel Kaufmann, schränken die Regelungen Forschung, Entwicklung und Anbau der Gentechnik stark ein und sind deshalb verfassungswidrig.
Ferner stelle das Standortregister, in dem alle Felder mit gentechnischem Anbau genau aufgelistet sind, eine erhebliche Belastung für die Besitzer dar. Denn auch Feldzerstörer würden diese frei zugänglichen Daten nutzen. "So wird jeder Freisetzungsversuch zu einem erheblichen finanziellen Risiko", sagte Kaufmann. Mit dem mehrfach novellierten Gentechnik-Gesetz wird in Deutschland seit 1990 der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen geregelt - also deren Herstellung, Nutzung und Freisetzung.Die verschärften Regelungen zum Nebeneinander von herkömmlichen Nutzpflanzen und gv-Organismen -insbesondere zur Haftung und zum öffentlichen Standortregister- waren Ende 2004 unter der rot-grünen Bundesregierung aufgenommen worden. Umweltverbände bewerteten die Klage der sachsen-anhaltinischen Regierung als Frontalangriff auf gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel. Sollte sich Sachsen-Anhalt durchsetzen, werde die Unterscheidung von gentechnikfreien und genmanipulierten Lebensmitteln nicht mehr möglich sein. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Normenkontrollklage wird in einigen Monaten erwartet.

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(BIOCOM, 01.09.2010 14:54) Ein internationales Forscherteam um den Frankfurter Anatom Erik Maronde hat einen Zusammenhang zwischen Genen der inneren Uhr und der Regulation der Knochendichte entdeckt.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:32) Mit 16 Millionen Euro fördert das Land Hessen den Aufbau eines neuen LOEWE-Zentrums zur Zell- und Gentherapieforschung in Frankfurt. Das Zentrum hat den Charakter eines Forschungsverbunds, an dem die Frankfurter Goethe-Universität, das Georg-Speyer-Haus Frankfurt, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (Bad Nauheim) und das Paul-Ehrlich-Institut (Langen) beteiligt sind. Federführend an dem nun bewilligten Antrag beteiligt waren der Herzmediziner Andreas Zeiher und der Onkologe Hubert Serve.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Das US-Biotechnologieunternehmen Genzyme wehrt sich weiterhin gegen eine Übernahme durch den französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis. Es liegt ein Angebot über 18,5 Milliarden Dollar auf dem Tisch, das der Genzyme-Verwaltungsrat jetzt einstimmig ablehnte. Der Betrag sei zu niedrig, schrieb Genzyme-Chef Henri Termeer am Montag in einem offenen Brief an seinen Sanofi-Kollegen Chris Viehbacher.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Roche übernimmt das auf Krebsdiagnostik spezialisierte amerikanische Unternehmen BioImagene. Die Roche-Tochtergesellschaft Ventana Medical Systems zahlt für das im Privatbesitz befindliche Unternehmen insgesamt rund 100 Mio. US-Dollar, teilte das Baseler Pharmaunternehmen am Montag mit.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Nachbarn helfen sich aus. Die Basilea Pharmaceutica AG hat die ebenfalls unweit von Basel beheimatete Actelion Pharmaceuticals mit dem Vertrieb ihres bisher einzigen Produkts in Kanada beauftragt. Das meldete Basilea am 27. August.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:26) Die Lonza Group AG kauft den Virus-Impfstoffexperten Vivante GMP Solutions. Einen Kaufpreis für den US-amerikanischen Auftragshersteller mit Hauptsitz im texanischen Houston nannte Lonza in der Mitteilung vom 29. August nicht.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:25) Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat sich gegen den Plan der Bundesregierung ausgesprochen, Arzneimittel auf Basis bereits bekannter Wirkstoffe grundsätzlich als nicht innovativ zu betrachten und sie deshalb nur im Rahmen des Festbetragssystems zu erstatten.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:25) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit einer neuen Förderrunde weitere Forschungsprojekte im Kompetenznetzwerk Adipositas unterstützen. Das krankheitsbezogene Netzwerk besteht seit 2008 und bündelt die Kompetenzen zur Erforschung und Therapie der Fettleibigkeit in Deutschland. Forschungsprojekte innerhalb des Kompetenznetzes betreffen alle Teile der Wertschöpfungskette, von der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Studien und der Versorgungsforschung.
The fifth World Congress Preventative and Regenerative Medicine, which will be hosted at the Hanover Fair Ground will focus on the latest developments in preventative and regenerative medicine.
Nach Stationen in Leipzig und Bangkok wird der 5. Weltkongress für präventive und regenerative Medizin (WCRM) erstmals im Rahmen der BIOTECHNICA ausgerichtet.
"Molecular Diagnostics Europe" - BIOTECHNICA is broadening its portfolio to include a new conference and special display on molecular diagnostics.
"Molecular Diagnostics Europe" - Die BIOTECHNICA erweitert ihr Portfolio und bietet eine neue Konferenz und Sonderausstellung zum Thema Molekulare Diagnostik an.
The names of the finalists in this year‘s EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD have been announced.
Die Finalisten für den diesjährigen EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD stehen fest.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:27) Würzburger Forscher haben eine neue Fluoreszenz-Mikroskopiertechnik entwickelt, mit der sich einzelne Moleküle in lebenden Zellen in Superauflösung sichtbar machen lassen. Die Technik fußt auf optisch an- und abschaltbaren Fluoreszenz-Farbstoffen. Die Forscher um Markus Sauer vom Biozentrum der Universität Würzburg berichten im Fachjournal Nature Methods (8. August 2010, Online-Vorabveröffentlichung) über ihr neuartiges Verfahren.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:26) Das Geschäft mit Enzymen läuft für die dänische Novozymes offenbar glänzend. Der skandinavische Weltmarktführer in der industriellen Biotechnologie steigerte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz auf 664 Mio. Euro. Das sind rund 15% mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn wuchs sogar um 38% auf 147 Mio. Euro. Das Management hob daraufhin auch die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an und rechnet jetzt wieder mit ähnlichen zweistelligen Wachstumsraten wie vor der Krise.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:25) Novartis hat die Rechte an einem p53-Inhibitor vom US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Quark übernommen. Aus deutscher Sicht interessant ist der Deal, weil das siRNA-Molekül QPI-1002 noch aus der Zusammenarbeit von Quark mit der Berliner Silence Therapeutics stammt. Die Früchte dieser Zusammenarbeit, die 2004 beendet wurde, reifen nun heran. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis zahlt insgesamt bis zu 680 Millionen US-Dollar für das siRNA-Medikament, 10 Millionen Dollar werden sofort fällig.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Leipziger Forscher haben erstmals die komplette dreidimensionale Struktur eines Hauttumors virtuell rekonstruiert. Durch die Visualisierung des Basalzellkarzinoms soll die Analyse und die Behandlung dieses Hautkrebses verbessert werden. Die Informatiker um Patrick Scheibe vom Translationszentrum für Regenerative Medizin Leipzig berichten im Fachblatt Experimental Dermatology (2010, Bd. 19, S. 689).
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Ein Bundesgericht hat in den USA die Anpflanzung von genetisch veränderten Zuckerrüben des amerikanischen Biotechnologiekonzerns Monsanto verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bei der Genehmigung der Sorte die Folgen für die Umwelt nicht ausreichend geprüft, sagte Richter Jeffrey White zur Begründung des Urteils am 13. August. Die Entscheidung verbietet Bauern, nächstes Jahr die Rübensorte anzupflanzen. Bereits angebaute Pflanzen seien nicht betroffen.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:23) Das erste Halbjahr 2010 ist für die Evotec AG sehr gut gelaufen. Dank eines erfolgreichen Geschäftes in der Auftragsforschung war das Hamburger Biotech-Unternehmen in den ersten sechs Monaten profitabel und erwirtschaftete mit 300.000 Euro sogar einen kleinen Gewinn. Grund dafür sind hohe Prämienzahlungen der Partner Genentech und Boehringer Ingelheim, die den Umsatz um 33% nach oben trieben.