30-6-2010 15:15:00
(BIOCOM, 30.06.2010 15:15) Hamburger Tropenmediziner haben Zweifel an der von einer ägyptischen Wissenschaftlergruppe ermittelten mutmaßlichen Todesursache des legendären Pharaos Tutanchamun angemeldet. Dieser sei möglicherweise doch nicht an Malaria in Kombination mit einem seltenen Knochendefekt, sondern an der erblich bedingten Sichelzellanämie gestorben, argumentieren die Mediziner Christian Timmann und Christian Meyer vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI).
Tutanchamun, dessen goldene Totenmaske weltberühmt ist, lebte vor rund 3300 Jahren. Der Kindpharao bestieg den Thron mit nur neun Jahren und starb bereits zehn Jahre später. Ein Wissenschaftlerteam hatte im Auftrag der ägyptischen Altertumsverwaltung genetische Profile Tutanchamuns und seiner Verwandten erstellt. Wie die Forscher um den Ägyptologen Zahi Hawass diesen Februar im Fachjournal JAMA (17. Februar 2010. Bd.303, S. 638) berichteten, fanden sie die Bestätigung dafür, dass der Herrscher aus einer Inzestbeziehung seines Vaters, dem berühmten Pharao Echnaton, mit einer seiner Schwestern stammte. Da die Experten bei ihren Analysen Erbgutreste des Malaria-Parasiten in der Mumie nachgewiesen hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass eine schwere Malaria zusammen mit der Schwächung durch die Köhlersche Knochenkrankheit für den frühen Tod des Pharaos verantwortlich war.
In dem nun ebenfalls in JAMA (23. Juni 2010, Bd. 303, S.2473) veröffentlichten Kommentar äußerten die Hamburger Forscher nun aber die Vermutung, Tutanchamun sei womöglich eher an der Sichelzellenkrankheit gestorben. Bei dieser nehmen die roten Blutkörperchen eine Sichelform an, verschließen Blutgefäße und schädigen Organe und Knochen. Es handle sich um eine Erbkrankheit, die insbesondere in Malariagebieten wie Ägypten vorkomme und zudem ähnliche Befunde wie die Köhlersche Knochenkrankheit hervorrufe, teilten Timmann und Meyer mit. Die Sichelzellenkrankheit passe zudem gut zu Tutanchamuns Abstammung aus einer Inzestbeziehung und seinem Tod als junger Erwachsener. Todesfälle in Folge von Malaria träten nach Erfahrung von Tropenmedizinern dagegen meist im Kindesalter auf, später nur noch sehr selten. Zur endgültigen Klärung der Todesursache sollten deshalb weitere DNA-Tests an der Mumie Tutanchamuns veranlasst werden.

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(BIOCOM, 01.09.2010 14:54) Ein internationales Forscherteam um den Frankfurter Anatom Erik Maronde hat einen Zusammenhang zwischen Genen der inneren Uhr und der Regulation der Knochendichte entdeckt.
(BIOCOM, 01.09.2010 14:32) Mit 16 Millionen Euro fördert das Land Hessen den Aufbau eines neuen LOEWE-Zentrums zur Zell- und Gentherapieforschung in Frankfurt. Das Zentrum hat den Charakter eines Forschungsverbunds, an dem die Frankfurter Goethe-Universität, das Georg-Speyer-Haus Frankfurt, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (Bad Nauheim) und das Paul-Ehrlich-Institut (Langen) beteiligt sind. Federführend an dem nun bewilligten Antrag beteiligt waren der Herzmediziner Andreas Zeiher und der Onkologe Hubert Serve.
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(BIOCOM, 01.09.2010 14:25) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit einer neuen Förderrunde weitere Forschungsprojekte im Kompetenznetzwerk Adipositas unterstützen. Das krankheitsbezogene Netzwerk besteht seit 2008 und bündelt die Kompetenzen zur Erforschung und Therapie der Fettleibigkeit in Deutschland. Forschungsprojekte innerhalb des Kompetenznetzes betreffen alle Teile der Wertschöpfungskette, von der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Studien und der Versorgungsforschung.
The fifth World Congress Preventative and Regenerative Medicine, which will be hosted at the Hanover Fair Ground will focus on the latest developments in preventative and regenerative medicine.
Nach Stationen in Leipzig und Bangkok wird der 5. Weltkongress für präventive und regenerative Medizin (WCRM) erstmals im Rahmen der BIOTECHNICA ausgerichtet.
"Molecular Diagnostics Europe" - BIOTECHNICA is broadening its portfolio to include a new conference and special display on molecular diagnostics.
"Molecular Diagnostics Europe" - Die BIOTECHNICA erweitert ihr Portfolio und bietet eine neue Konferenz und Sonderausstellung zum Thema Molekulare Diagnostik an.
The names of the finalists in this year‘s EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD have been announced.
Die Finalisten für den diesjährigen EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD stehen fest.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:27) Würzburger Forscher haben eine neue Fluoreszenz-Mikroskopiertechnik entwickelt, mit der sich einzelne Moleküle in lebenden Zellen in Superauflösung sichtbar machen lassen. Die Technik fußt auf optisch an- und abschaltbaren Fluoreszenz-Farbstoffen. Die Forscher um Markus Sauer vom Biozentrum der Universität Würzburg berichten im Fachjournal Nature Methods (8. August 2010, Online-Vorabveröffentlichung) über ihr neuartiges Verfahren.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:26) Das Geschäft mit Enzymen läuft für die dänische Novozymes offenbar glänzend. Der skandinavische Weltmarktführer in der industriellen Biotechnologie steigerte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz auf 664 Mio. Euro. Das sind rund 15% mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn wuchs sogar um 38% auf 147 Mio. Euro. Das Management hob daraufhin auch die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an und rechnet jetzt wieder mit ähnlichen zweistelligen Wachstumsraten wie vor der Krise.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:25) Novartis hat die Rechte an einem p53-Inhibitor vom US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Quark übernommen. Aus deutscher Sicht interessant ist der Deal, weil das siRNA-Molekül QPI-1002 noch aus der Zusammenarbeit von Quark mit der Berliner Silence Therapeutics stammt. Die Früchte dieser Zusammenarbeit, die 2004 beendet wurde, reifen nun heran. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis zahlt insgesamt bis zu 680 Millionen US-Dollar für das siRNA-Medikament, 10 Millionen Dollar werden sofort fällig.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Leipziger Forscher haben erstmals die komplette dreidimensionale Struktur eines Hauttumors virtuell rekonstruiert. Durch die Visualisierung des Basalzellkarzinoms soll die Analyse und die Behandlung dieses Hautkrebses verbessert werden. Die Informatiker um Patrick Scheibe vom Translationszentrum für Regenerative Medizin Leipzig berichten im Fachblatt Experimental Dermatology (2010, Bd. 19, S. 689).
(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Ein Bundesgericht hat in den USA die Anpflanzung von genetisch veränderten Zuckerrüben des amerikanischen Biotechnologiekonzerns Monsanto verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bei der Genehmigung der Sorte die Folgen für die Umwelt nicht ausreichend geprüft, sagte Richter Jeffrey White zur Begründung des Urteils am 13. August. Die Entscheidung verbietet Bauern, nächstes Jahr die Rübensorte anzupflanzen. Bereits angebaute Pflanzen seien nicht betroffen.
(BIOCOM, 20.08.2010 16:23) Das erste Halbjahr 2010 ist für die Evotec AG sehr gut gelaufen. Dank eines erfolgreichen Geschäftes in der Auftragsforschung war das Hamburger Biotech-Unternehmen in den ersten sechs Monaten profitabel und erwirtschaftete mit 300.000 Euro sogar einen kleinen Gewinn. Grund dafür sind hohe Prämienzahlungen der Partner Genentech und Boehringer Ingelheim, die den Umsatz um 33% nach oben trieben.