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Braunschweiger Forscher bauen mit Trick vereinfachte Proteine

20-6-2010 15:46:00

  • (BIOCOM, 20.06.2010 15:46) Mit einem Trick ist es Braunschweiger Strukturbiologen gelungen, komplexe Glykoproteine im Labor in vereinfachter Form herzustellen und zu analysieren. Die Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) verwendeten für die Produktion der Eiweißstoffe bestimmte Mikroben-Stämme, bei denen der Prozess der Zucker-Anheftung gestört ist. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Protein Science (Juni 2010, Bd. 19, S.1264) berichten, lassen sie die eigentlich komplexen Glykoproteine mithilfe dieser Bakterienstämmen stark vereinfacht nachbauen. Dadurch fällt es den Forschern leichter, ihre Struktur zu entschlüsseln.

 

Braunschweiger Forscher bauen mit Trick vereinfachte Proteine

(BIOCOM, 20.06.2010 15:46) Mit einem Trick ist es Braunschweiger Strukturbiologen gelungen, komplexe Glykoproteine im Labor in vereinfachter Form herzustellen und zu analysieren. Die Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) verwendeten für die Produktion der Eiweißstoffe bestimmte Mikroben-Stämme, bei denen der Prozess der Zucker-Anheftung gestört ist. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Protein Science (Juni 2010, Bd. 19, S.1264) berichten, lassen sie die eigentlich komplexen Glykoproteine mithilfe dieser Bakterienstämmen stark vereinfacht nachbauen. Dadurch fällt es den Forschern leichter, ihre Struktur zu entschlüsseln.

Glykoproteine tragen vielfältig verzweigte Zuckerstrukturen an ihrer Oberfläche. Diese Zuckerreste stabilisieren die Eiweiße und lassen sie funktionsfähig bleiben. In der Zelle werden die kleinen Reste in mehreren Schritten nach und nach an die Struktur des neu gebildeten Proteins angehängt. Biochemiker tun sich jedoch für gewöhnlich schwer, im Labor Kristalle von Glykoproteinen zu züchten. Kristalle sind jedoch nötig, um die räumliche Struktur der Eiweiße zu entschlüsseln.
Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, Proteine mit so wenig Zuckerresten wie möglich herzustellen, sagt der Strukturbiologe Konrad Büssow vom HZI. Zwar lassen sich durch Enzyme unerwünschte Zuckerreste entfernen, dies ist jedoch aufwendig und kann den Proteinen schaden. Die Forscher stießen bei ihrer Suche auf eine veränderte Zell-Linie, die nur wenige Zuckerreste an die Proteine anhängt. Diese sogenannten Lec-Zellen bricht das Anhaften von Zuckerresten bereits nach einigen Schritten ab. Wenn die Forscher die Bauanleitung für ein gewünschtes Protein in diese Zellen einschleusten, stellten die Lec-Zellen das Protein mit nur wenigen, einfach zu entfernenden Anhängen her.
Mit dieser Methode können wir jetzt auch Glykoproteine untersuchen, die zum Beispiel bei der Immunabwehr oder der Interaktion eines Krankheitserregers mit dem Wirt eine Rolle spielen und die früher nur schwer oder gar nicht zu kristallisieren waren, sagt Dirk Heinz, Leiter der Abteilung Strukturbiologie am HZI.

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Preventive & Regenerative Medicine

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Weltkongress Präventive und regenerative Medizin

Nach Stationen in Leipzig und Bangkok wird der 5. Weltkongress für präventive und regenerative Medizin (WCRM) erstmals im Rahmen der BIOTECHNICA ausgerichtet.

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EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD 2010

The names of the finalists in this year‘s EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD have been announced.

EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD 2010

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Neues Fluroeszenz-Mikroskop ermöglicht tieferen Einblick in die Zelle

(BIOCOM, 20.08.2010 16:27) Würzburger Forscher haben eine neue Fluoreszenz-Mikroskopiertechnik entwickelt, mit der sich einzelne Moleküle in lebenden Zellen in Superauflösung sichtbar machen lassen. Die Technik fußt auf optisch an- und abschaltbaren Fluoreszenz-Farbstoffen. Die Forscher um Markus Sauer vom Biozentrum der Universität Würzburg berichten im Fachjournal Nature Methods (8. August 2010, Online-Vorabveröffentlichung) über ihr neuartiges Verfahren.

Enzyme bleiben Novozymes Umsatztreiber

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Novartis heimst siRNA-Lizenz aus Berlin ein

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Computermodell erlaubt Medizinern drei-dimensionalen Blick auf Hauttumoren

(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Leipziger Forscher haben erstmals die komplette dreidimensionale Struktur eines Hauttumors virtuell rekonstruiert. Durch die Visualisierung des Basalzellkarzinoms soll die Analyse und die Behandlung dieses Hautkrebses verbessert werden. Die Informatiker um Patrick Scheibe vom Translationszentrum für Regenerative Medizin Leipzig berichten im Fachblatt Experimental Dermatology (2010, Bd. 19, S. 689).

Anbau für Monsantos Zuckerrüben in den USA gestoppt

(BIOCOM, 20.08.2010 16:24) Ein Bundesgericht hat in den USA die Anpflanzung von genetisch veränderten Zuckerrüben des amerikanischen Biotechnologiekonzerns Monsanto verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bei der Genehmigung der Sorte die Folgen für die Umwelt nicht ausreichend geprüft, sagte Richter Jeffrey White zur Begründung des Urteils am 13. August. Die Entscheidung verbietet Bauern, nächstes Jahr die Rübensorte anzupflanzen. Bereits angebaute Pflanzen seien nicht betroffen.

Prämienzahlungen lassen Evotec schwarze Zahlen schreiben

(BIOCOM, 20.08.2010 16:23) Das erste Halbjahr 2010 ist für die Evotec AG sehr gut gelaufen. Dank eines erfolgreichen Geschäftes in der Auftragsforschung war das Hamburger Biotech-Unternehmen in den ersten sechs Monaten profitabel und erwirtschaftete mit 300.000 Euro sogar einen kleinen Gewinn. Grund dafür sind hohe Prämienzahlungen der Partner Genentech und Boehringer Ingelheim, die den Umsatz um 33% nach oben trieben.