20-2-2010 14:35:00
(BIOCOM, 20.02.2010 14:35) Der gentechnisch veränderte Mais MON810 darf auch 2010 nicht auf deutschen Äckern wachsen. Der US-Agrarkonzern Monsanto hat seine Klage gegen das im April 2009 von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner erlassene Anbauverbot für MON810 vorübergehend ausgesetzt, wie die Süddeutsche Zeitung am 18. Februar berichtete. Damit besteht das Anbauverbot nun weiterhin solange, bis auf europäischer Ebene über die Neuzulassung der Bt-Mais-Sorte entschieden wird. Allerdings halten es Experten für möglich, dass sich aufgrund eines nun fehlenden endgültigen Gerichtsurteils ein Anbauverbot in 2011 womöglich nicht mehr aufrecht erhalten lässt.
Aigner hatte im Frühjahr 2009 den Anbau von MON810 untersagt, nachdem sie gefährliche Auswirkungen des Gewächses auf die Umwelt sah, etwa auf Schmetterlinge und Wassertiere (mehr...). Gegen das Anbauverbot hatte Monsanto dann beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage eingereicht. Der US-Agarriese sah die vorgebrachten Argumente als wissenschaftlich nicht haltbar an. Im Mai 2009 hatte das Gericht das Anbauverbot vorläufig bestätigt. Nun hat Monsanto in Absprache mit dem zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen Antrag gestellt, das Verfahren ruhend zu stellen.
Der Rückzug von Monsanto bestätigt unsere Auffassung, dass das Verbot richtig war und auch im Hauptverfahren Bestand gehabt hätte, sagte eine BMELV-Sprecherin gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Zukünftige Entscheidungen über den Anbau des Bt-Mais werden nun aber von Zulassungsverfahren auf europäischer Ebene abhängen. Die europäische Zulassung für MON810 ist im Jahr 2008 abgelaufen. Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission in Brüssel über die Neuzulassung des Monsanto-Gewächses entscheiden. Die EU-Kommission orientiert sich bei ihrer Entscheidung für gewöhnlich an den Bewertungen der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die in ihrer jüngsten Studien keine wissenschaftlich fundierte Hinweise auf Risiken durch MON810 gefunden hat.
Bei der Abstimmung eines Neuzulassungs-Vorschlags der EU-Kommission durch die EU-Mitgliedsstaaten muss sich Ministerin Aigner nun jedoch an den Koalitionsvertrag halten, der eine Förderung der grünen Gentechnik in der Bundesrepublik vorsieht. Würde sich die Ministerin der Stimme enthalten, könnte es in der EU-Mitgliedsländer Entscheidung zu einer Pattstellung kommen. In solchen Fällen entscheidet die EU-Kommission über die Zulassung. Sollte MON810 wieder zugelassen werden, endet das deutsche Anbauverbot automatisch.

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Porsche AG und TU Dresden unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:24) Für EVT 101 wird es nun ernst. Die Evotec AG untersucht den internen Hoffnungsträger nach positiven Ergebnisse aus Phase I nun in einer klinischen Phase II. Wie das Hamburger Unternehmen am 1. Juli mitteilte, ist die Studie des selektiven Antagonisten für den NR2B-Subtyp des NMDA-Rezeptors gegen "behandlungsresistente Depression" gerade in den USA angelaufen.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:24) Das wirkungsverstärkende Impfpflaster der österreichischen Intercell AG hat in einer klinischen Studie II keine signifikanten Ergebnisse gezeigt. Das meldete das Unternehmen mit Sitz in Wien am 2. Juli. Das immunstimulierende Impfpflaster "Vaccine Enhancement Patch" (VEP) von Intercell wird für das amerikanische Gesundheitsministerium entwickelt und sollte eigentlich die Wirkung eines injizierten H5N1-Impfstoffs erhöhen, so dass sowohl die Dosierung als auch die Anzahl der Impfgaben reduziert werden können. Das an der Injektionsstelle aufgeklebte VEP gibt dazu kontinuierlich ein Adjuvans ab.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:23) Erbgutuntersuchungen an befruchteten Eizellen sind nicht strafbar. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 6. Juli entschieden. Bei Eltern mit Verdacht auf Schädigung des Erbguts, darf der Embryo einer Präimplantationsdiagnostik unterzogen werden, beschloss der 5. Strafsenat in einem Grundsatzurteil. Ein Berliner Gynäkologe hatte sich im Januar 2006 selbst angezeigt, nachdem er die PID bei drei Paaren angewandt hatte und wissen wollte, ob er damit gegen das Embryonenschutzgesetz verstieß.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:19) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren in den kommenden 10 bis 15 Jahren mit bis zu 200 Mio. Euro unterstützen. Das hat Staatssekretär Helge Braun am 8. Juli beim Auftaktkongress zum Strategieprozess Biotechnologie 2020+ angekündigt. Das volle Potential der Biotechnologie wird noch nicht ausgeschöpft", sagte Braun.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:18) Forscher aus Hannover und Braunschweig haben menschliche Hepatitis-Viren so verändert, dass sie nun auch Leberzellen von Mäusen befallen können. Damit ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Hepatitis-Modell in Mäusen geschafft, an dem sich der Verlauf der gefährlichen Lebererkrankung besser studieren lässt. Die Forscher berichten im Fachjournal PLoS Pathogens (1. Juli 2010, Online-Veröffentlichung) von ihren Ergebnissen.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:17) Die Biopharmaka-Hersteller Merck Serono wird bis 2014 die Forschungsprojekte von neun Doktoranden der Goethe-Universität Frankfurt fördern. Insgesamt wird die Biotechnologie-Sparte des Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmens Merck mehr als 1,1 Millionen Euro für Promotionsarbeiten am Graduiertenkolleg Biologicals der Frankfurter Universität zur Verfügung stellen, teilte ein Sprecher am 1. Juli mit.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:17) Künftig muss der Hersteller eines neuartigen Medikaments dessen Nutzen beweisen und mit den Krankenkassen über den Preis verhandeln. Für Arzneimittel ohne zusätzlichen Nutzen zahlen die Krankenkassen nur so viel wie bestehende Medikamente kosten. Diese Regelungen stehen in dem Gesetzentwurf zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts, den das Bundeskabinett am 29. Juni beschlossen hat.
(BIOCOM, 10.07.2010 12:15) Die Deutsche Krebshilfe sucht einen neuen Präsidenten. Der aktuelle Amtsinhaber, Nobelpreisträger Harald zur Hausen, wird nach knapp sieben Monaten seinen Posten niederlegen. Er wolle sich wieder verstärkt wichtigen Forschungstätigkeiten widmen, sagte er bei einer Presskonferenz anlässlich der Jahresbilanz 2009 der Krebshilfe am 1. Juli in Berlin. Bedeutsame wissenschaftliche Ergebnisse, die sich für ihn in den letzten Monaten ergaben, machten seine erweiterte Mitarbeit im Labor erforderlich.
Starting in 2010, the BIOTECHNICA Opening Ceremony is now also open to attendance by BIOTECHNICA visitors!
Erstmalig bieten wir Ihnen als Besucher die Möglichkeit, die feierliche Eröffnung der BIOTECHNICA und die Verleihung des mit 75.000 Euro dotierten EUROPEAN BIOTECHNICA AWARDs mitzuerleben.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:17) Der Münsteraner Stammzellforscher Hans Schöler hat erhebliche Zweifel an der Existenz von pluripotenten Stammzellen in Hoden angemeldet und damit einen hitzigen Streit mit dem Tübinger Forscher Thomas Skutella angefacht.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:16) Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am 23. Juni die mündliche Verhandlung zum Gentechnikgesetz begonnen. Die Karlsruher Richter verhandeln über eine Normenkontrollklage der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die mehrere strengen Auflagen des Gesetzes zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft für verfassungswidrig hält.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:15) Hamburger Tropenmediziner haben Zweifel an der von einer ägyptischen Wissenschaftlergruppe ermittelten mutmaßlichen Todesursache des legendären Pharaos Tutanchamun angemeldet. Dieser sei möglicherweise doch nicht an Malaria in Kombination mit einem seltenen Knochendefekt, sondern an der erblich bedingten Sichelzellanämie gestorben, argumentieren die Mediziner Christian Timmann und Christian Meyer vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI).
(BIOCOM, 30.06.2010 15:14) Das Kairoer Pharmaunternehmen Minapharm Pharmaceuticals übernimmt den Berliner Zelllinien-Spezialisten Probiogen AG. Das ägyptische Unternehmen hat 95 Prozent der Aktien von Probiogen erworben. Wie die Berliner Biotech-Firma am 16. Juni vermeldete, beträgt der Kaufpreis insgesamt 30,4 Millionen Euro. Probiogen will nach eigenen Angaben aber weiterhin als unabhängiger Dienstleister für internationale Kunden aus der biopharmazeutischen Industrie arbeiten und eigene Designerzelllinien für die Produktion von Impfstoffen und Proteinen entwickeln. Neuer Vorstandsvorsitzender von Probiogen wird Dr. Wieland Wolf.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:13) Frank Morich wird seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der Noxxon AG am 15. August niederlegen. Morich wechselt zum japanischen Pharmakonzern Takeda, wo er die Funktion des "Executive Vice President International Operations" übernehmen wird, wie das Berliner Biotechnologieunternehmen am 28. Juni meldete.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:12) Die MorphoSys AG hat von dem US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen Xencor die Rechte an einem therapeutischen Antikörper erworben. Wie MorphoSys am 27. Juni meldete, erhalten die Münchener durch die Vereinbarung eine weltweit exklusive Lizenz auf XmAb5574, einen monoklonalen Antikörper, der von Xencor zur Behandlung von B-Zell-Tumoren entwickelt wurde.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:11) Der Schweizer Impfstoffentwickler Cytos Biotechnology erwartet nach guten Studienergebnissen der QbG10-Vakzine gegen Asthma einen wahren Geldregen. "Ich rechne mit deutlich mehr als 600 Mio. Franken", sagte der CEO und Präsident des Unternehmens mit Sitz in Schlieren, Wolfgang Renner, in einem Interview mit der Handelszeitung. Das entspricht rund 450 Mio. Euro. Die Verhandlungen mit mehreren Pharmafirmen für den Verkauf der Lizenz hätten gerade begonnen.
(BIOCOM, 30.06.2010 15:11) Eine Bekanntgabe weiterer positiver Studienergebnisse zu Endotag machte das Münchener Biotechnologieunternehmen MediGene für kurze Zeit zum Liebling des TecDax. Die Aktie konnte am Vormittag einen robusten Anstieg von 5% verzeichnen. Grund für die gute Stimmung an der Börse sind weitere Daten, die MediGene aus der klinischen Phase II-Studie zur Behandlung von dreifach rezeptor-negativem Brustkrebs am Morgen des 24. Juni meldete. Die Auswertung der dreiarmigen Studie mit 140 Patientinnen bestätigt nach Aussage des Unternehmens die Wirksamkeit von Endotag in Kombination mit Paclitaxel.
(BIOCOM, 20.06.2010 15:46) Mit einem Trick ist es Braunschweiger Strukturbiologen gelungen, komplexe Glykoproteine im Labor in vereinfachter Form herzustellen und zu analysieren. Die Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) verwendeten für die Produktion der Eiweißstoffe bestimmte Mikroben-Stämme, bei denen der Prozess der Zucker-Anheftung gestört ist. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Protein Science (Juni 2010, Bd. 19, S.1264) berichten, lassen sie die eigentlich komplexen Glykoproteine mithilfe dieser Bakterienstämmen stark vereinfacht nachbauen. Dadurch fällt es den Forschern leichter, ihre Struktur zu entschlüsseln.
(BIOCOM, 20.06.2010 15:43) Der Berliner Mologen AG fließen finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt rund 4,3 Mio. Euro zu, die das biopharmazeutische Unternehmen für die klinische Entwicklung seiner Krebsmedikamente einsetzen wird. Der Vorstand der 1998 gegründeten Firma hat am 11. Juni eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts abgeschlossen.