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Grüne Gentechnik: Neue Richtlinie zu Schmetterling-Monitoring

20-2-2010 14:34:00

  • (BIOCOM, 20.02.2010 14:34) Mit einer neuen Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sollen Studien über Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Schmetterlinge künftig vereinheitlicht werden. Mit der neuen Richtlinie steht erstmals eine anerkannte und standardisierte Methode für das Monitoring von Schmetterlingen zur Verfügung. Schmetterlinge stehen im Zentrum der Diskussion um die Folgen des Anbaus von Maislinien, die durch gentechnische Veränderung nicht mehr vom Maiszünsler befallen werden können.

 

Grüne Gentechnik: Neue Richtlinie zu Schmetterling-Monitoring

(BIOCOM, 20.02.2010 14:34) Mit einer neuen Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sollen Studien über Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Schmetterlinge künftig vereinheitlicht werden. Mit der neuen Richtlinie steht erstmals eine anerkannte und standardisierte Methode für das Monitoring von Schmetterlingen zur Verfügung. Schmetterlinge stehen im Zentrum der Diskussion um die Folgen des Anbaus von Maislinien, die durch gentechnische Veränderung nicht mehr vom Maiszünsler befallen werden können.

Hierzu zählt auch der gv-Mais MON810, dessen Anbau in Deutschland seit April 2009 verboten ist (mehr...). Während in mehreren Anbauversuchen keine Schäden an anderen Organismen als dem Maiszünsler, sogenannten Nichtzielorganismen, festgestellt werden konnten, deuten andere Versuchsergebnisse darauf hin, dass schädliche Auswirkungen des Anbaus insbesondere auf Schmetterlinge nicht ausgeschlossen werden können. Experten halten eine anbaubegleitende Beobachtung von Schmetterlingen daher aus Vorsorgegründen für unerlässlich. Eine wichtige Voraussetzung für belastbare und überregional vergleichbare Monitoringdaten ist allerdings die Verwendung einheitlicher und allgemein anerkannter Methoden. Im VDI wurde von Fachleuten die Richtlinie VDI 4330 Blatt 13 erarbeitet, mit der eine standardisierte Erfassung von Wirkungen auf Schmetterlinge möglich ist.
Damit kann dieses Verfahren einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung des Monitorings der Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) leisten, das die Europäische Union verbindlich vorschreibt. Es liegen bereits acht verabschiedete VDI-Richtlinien für das GVO- Monitoring vor, die vom Bundesamt für Naturschutz unterstützt werden. Sie befassen sich mit molekularbiologischen Nachweismethoden von GVO in der Umwelt, technischen und biologischen Pollensammlern sowie mit dem Nachweis von insektiziden Bt-Toxinen im Boden. Weitere Richtlinien befinden sich in der Entwicklung, wie z. B. die Standardisierung von Methoden zur Erfassung von Bodenorganismen, Amphibien und Wildbienen. Damit die VDI-Richtlinien auch auf europäischer Ebene Verwendung finden können, sind in deutscher und englischer Sprache erschienen.

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News, articles & conferences

Evotec bringt Antidepressivum EVT 101 in die Phase II

(BIOCOM, 10.07.2010 12:24) Für EVT 101 wird es nun ernst. Die Evotec AG untersucht den internen Hoffnungsträger nach positiven Ergebnisse aus Phase I nun in einer klinischen Phase II. Wie das Hamburger Unternehmen am 1. Juli mitteilte, ist die Studie des selektiven Antagonisten für den NR2B-Subtyp des NMDA-Rezeptors gegen "behandlungsresistente Depression" gerade in den USA angelaufen.

Pflaster für Grippeimpfung von Intercell erfülllt Erwartungen nicht

(BIOCOM, 10.07.2010 12:24) Das wirkungsverstärkende Impfpflaster der österreichischen Intercell AG hat in einer klinischen Studie II keine signifikanten Ergebnisse gezeigt. Das meldete das Unternehmen mit Sitz in Wien am 2. Juli. Das immunstimulierende Impfpflaster "Vaccine Enhancement Patch" (VEP) von Intercell wird für das amerikanische Gesundheitsministerium entwickelt und sollte eigentlich die Wirkung eines injizierten H5N1-Impfstoffs erhöhen, so dass sowohl die Dosierung als auch die Anzahl der Impfgaben reduziert werden können. Das an der Injektionsstelle aufgeklebte VEP gibt dazu kontinuierlich ein Adjuvans ab.

Grundsatzurteil macht Präimplantationsdiagnostik möglich

(BIOCOM, 10.07.2010 12:23) Erbgutuntersuchungen an befruchteten Eizellen sind nicht strafbar. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 6. Juli entschieden. Bei Eltern mit Verdacht auf Schädigung des Erbguts, darf der Embryo einer Präimplantationsdiagnostik unterzogen werden, beschloss der 5. Strafsenat in einem Grundsatzurteil. Ein Berliner Gynäkologe hatte sich im Januar 2006 selbst angezeigt, nachdem er die PID bei drei Paaren angewandt hatte und wissen wollte, ob er damit gegen das Embryonenschutzgesetz verstieß.

BMBF startet Strategieprozess für nächste Generation der Biotechnologie

(BIOCOM, 10.07.2010 12:19) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren in den kommenden 10 bis 15 Jahren mit bis zu 200 Mio. Euro unterstützen. Das hat Staatssekretär Helge Braun am 8. Juli beim Auftaktkongress zum Strategieprozess Biotechnologie 2020+ angekündigt. Das volle Potential der Biotechnologie wird noch nicht ausgeschöpft", sagte Braun.

Erstes Mausmodell für Hepatitis

(BIOCOM, 10.07.2010 12:18) Forscher aus Hannover und Braunschweig haben menschliche Hepatitis-Viren so verändert, dass sie nun auch Leberzellen von Mäusen befallen können. Damit ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Hepatitis-Modell in Mäusen geschafft, an dem sich der Verlauf der gefährlichen Lebererkrankung besser studieren lässt. Die Forscher berichten im Fachjournal PLoS Pathogens (1. Juli 2010, Online-Veröffentlichung) von ihren Ergebnissen.

Merck Serono fördert Graduiertenkolleg "Biologicals" an Universität Frankfurt

(BIOCOM, 10.07.2010 12:17) Die Biopharmaka-Hersteller Merck Serono wird bis 2014 die Forschungsprojekte von neun Doktoranden der Goethe-Universität Frankfurt fördern. Insgesamt wird die Biotechnologie-Sparte des Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmens Merck mehr als 1,1 Millionen Euro für Promotionsarbeiten am Graduiertenkolleg Biologicals der Frankfurter Universität zur Verfügung stellen, teilte ein Sprecher am 1. Juli mit.

Zweiter Teil der Arzneimittelreform passiert Kabinett

(BIOCOM, 10.07.2010 12:17) Künftig muss der Hersteller eines neuartigen Medikaments dessen Nutzen beweisen und mit den Krankenkassen über den Preis verhandeln. Für Arzneimittel ohne zusätzlichen Nutzen zahlen die Krankenkassen nur so viel wie bestehende Medikamente kosten. Diese Regelungen stehen in dem Gesetzentwurf zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts, den das Bundeskabinett am 29. Juni beschlossen hat.

Harald zur Hausen tritt als Präsident der Krebshilfe zurück

(BIOCOM, 10.07.2010 12:15) Die Deutsche Krebshilfe sucht einen neuen Präsidenten. Der aktuelle Amtsinhaber, Nobelpreisträger Harald zur Hausen, wird nach knapp sieben Monaten seinen Posten niederlegen. Er wolle sich wieder verstärkt wichtigen Forschungstätigkeiten widmen, sagte er bei einer Presskonferenz anlässlich der Jahresbilanz 2009 der Krebshilfe am 1. Juli in Berlin. Bedeutsame wissenschaftliche Ergebnisse, die sich für ihn in den letzten Monaten ergaben, machten seine erweiterte Mitarbeit im Labor erforderlich.

Opening Ceremony and Award Presentation

Starting in 2010, the BIOTECHNICA Opening Ceremony is now also open to attendance by BIOTECHNICA visitors!

Eröffnungsfeier mit Award-Verleihung

Erstmalig bieten wir Ihnen als Besucher die Möglichkeit, die feierliche Eröffnung der BIOTECHNICA und die Verleihung des mit 75.000 Euro dotierten EUROPEAN BIOTECHNICA AWARDs mitzuerleben.

Zweifel an Hodenstammzellen sorgt für Diskussionen

(BIOCOM, 30.06.2010 15:17) Der Münsteraner Stammzellforscher Hans Schöler hat erhebliche Zweifel an der Existenz von pluripotenten Stammzellen in Hoden angemeldet und damit einen hitzigen Streit mit dem Tübinger Forscher Thomas Skutella angefacht.

Karlsruher Verfassungsrichter überprüfen Gentechnikgesetz

(BIOCOM, 30.06.2010 15:16) Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am 23. Juni die mündliche Verhandlung zum Gentechnikgesetz begonnen. Die Karlsruher Richter verhandeln über eine Normenkontrollklage der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die mehrere strengen Auflagen des Gesetzes zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft für verfassungswidrig hält.

Neue Theorie zum Tod von Pharao Tutanchamun

(BIOCOM, 30.06.2010 15:15) Hamburger Tropenmediziner haben Zweifel an der von einer ägyptischen Wissenschaftlergruppe ermittelten mutmaßlichen Todesursache des legendären Pharaos Tutanchamun angemeldet. Dieser sei möglicherweise doch nicht an Malaria in Kombination mit einem seltenen Knochendefekt, sondern an der erblich bedingten Sichelzellanämie gestorben, argumentieren die Mediziner Christian Timmann und Christian Meyer vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI).

Ägyptische Minapharm übernimmt Berliner Probiogen AG

(BIOCOM, 30.06.2010 15:14) Das Kairoer Pharmaunternehmen Minapharm Pharmaceuticals übernimmt den Berliner Zelllinien-Spezialisten Probiogen AG. Das ägyptische Unternehmen hat 95 Prozent der Aktien von Probiogen erworben. Wie die Berliner Biotech-Firma am 16. Juni vermeldete, beträgt der Kaufpreis insgesamt 30,4 Millionen Euro. Probiogen will nach eigenen Angaben aber weiterhin als unabhängiger Dienstleister für internationale Kunden aus der biopharmazeutischen Industrie arbeiten und eigene Designerzelllinien für die Produktion von Impfstoffen und Proteinen entwickeln. Neuer Vorstandsvorsitzender von Probiogen wird Dr. Wieland Wolf.

Frank Morich verlässt Noxxon AG

(BIOCOM, 30.06.2010 15:13) Frank Morich wird seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der Noxxon AG am 15. August niederlegen. Morich wechselt zum japanischen Pharmakonzern Takeda, wo er die Funktion des "Executive Vice President International Operations" übernehmen wird, wie das Berliner Biotechnologieunternehmen am 28. Juni meldete.

MorphoSys kauft externen Antikörper ein

(BIOCOM, 30.06.2010 15:12) Die MorphoSys AG hat von dem US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen Xencor die Rechte an einem therapeutischen Antikörper erworben. Wie MorphoSys am 27. Juni meldete, erhalten die Münchener durch die Vereinbarung eine weltweit exklusive Lizenz auf XmAb5574, einen monoklonalen Antikörper, der von Xencor zur Behandlung von B-Zell-Tumoren entwickelt wurde.

Schweizer Cytos will hohen Preis für Asthma-Impfung

(BIOCOM, 30.06.2010 15:11) Der Schweizer Impfstoffentwickler Cytos Biotechnology erwartet nach guten Studienergebnissen der QbG10-Vakzine gegen Asthma einen wahren Geldregen. "Ich rechne mit deutlich mehr als 600 Mio. Franken", sagte der CEO und Präsident des Unternehmens mit Sitz in Schlieren, Wolfgang Renner, in einem Interview mit der Handelszeitung. Das entspricht rund 450 Mio. Euro. Die Verhandlungen mit mehreren Pharmafirmen für den Verkauf der Lizenz hätten gerade begonnen.

MediGene bestätigt gute Ergebnisse bei Endotag

(BIOCOM, 30.06.2010 15:11) Eine Bekanntgabe weiterer positiver Studienergebnisse zu Endotag machte das Münchener Biotechnologieunternehmen MediGene für kurze Zeit zum Liebling des TecDax. Die Aktie konnte am Vormittag einen robusten Anstieg von 5% verzeichnen. Grund für die gute Stimmung an der Börse sind weitere Daten, die MediGene aus der klinischen Phase II-Studie zur Behandlung von dreifach rezeptor-negativem Brustkrebs am Morgen des 24. Juni meldete. Die Auswertung der dreiarmigen Studie mit 140 Patientinnen bestätigt nach Aussage des Unternehmens die Wirksamkeit von Endotag in Kombination mit Paclitaxel.

Braunschweiger Forscher bauen mit Trick vereinfachte Proteine

(BIOCOM, 20.06.2010 15:46) Mit einem Trick ist es Braunschweiger Strukturbiologen gelungen, komplexe Glykoproteine im Labor in vereinfachter Form herzustellen und zu analysieren. Die Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) verwendeten für die Produktion der Eiweißstoffe bestimmte Mikroben-Stämme, bei denen der Prozess der Zucker-Anheftung gestört ist. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Protein Science (Juni 2010, Bd. 19, S.1264) berichten, lassen sie die eigentlich komplexen Glykoproteine mithilfe dieser Bakterienstämmen stark vereinfacht nachbauen. Dadurch fällt es den Forschern leichter, ihre Struktur zu entschlüsseln.

4,3 Millionen Euro frisches Kapital für Mologen AG

(BIOCOM, 20.06.2010 15:43) Der Berliner Mologen AG fließen finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt rund 4,3 Mio. Euro zu, die das biopharmazeutische Unternehmen für die klinische Entwicklung seiner Krebsmedikamente einsetzen wird. Der Vorstand der 1998 gegründeten Firma hat am 11. Juni eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts abgeschlossen.